Eine menschliche Tragödie

Morging_in_GinainaEine menschliche Tragödie spielt sich derzeit in El Ginaina in Darfur im Westen Sudan ab – und die Weltöffentlichkeit nimmt es nicht zur Kenntnis!

Seit gestern führt die sudanesische Regierung erneut ihre ethnischiche Säuberung und Massenerschießung in Darfur fort.
In der Nähe von Moli, einem Vorort von El Ginaina haben Unbekannte (Schlangbiss gestorbene?) eine Person, die der arabischen Habanya Gruppe angehört, ermordet. Darauf hin haben Männer dieser ethnischen Gruppe das Dorf Moli in Brand gesteckt, weil sie der Meinung waren, dass die Einwohner den Tod des Angehörigen der Habanya-Gruppe zu verantworten hätten. Außerdem haben sie 7 Personen entführt.
Die Einwohner sind nach El Ginaina geflüchtet, um bei dem Gouverneur Schutz zuMorging_in_Ginaina_2 suchen. Der Gouverneur verweigerte ihnen den Schutz. Daraufhin haben die aufgebrachte Menschen vor Wut und Verzweifelung das Regierungsgebäude sowie das Haus des Gouverneurs in Brand gesetzt.
Der Gouverneur hat der Polizei und Genjaweed die Erlaubnis erteilt, die Flüchtlinge aus der Stadt zu verjagen.
Die bewaffnete Regierungsbande hat sofort 8 Menschen erschossen. Dies hatte zur Folge, dass in der Stadt sowie in dem benachbarten Flüchtlingslager Abuzar eine große Unruhe ausbrach.
Als die Menschen die Ermordeten bestatten wollten, haben die Regierungsbanden die Bestatter erschossen. Wie Augenzeugen berichteten, fanden am Montag, den 11.01. zwei Massenbestattungen statt und überall waren Schießereien zu hören. Dies alles passiert außerhalb der Berichterstattung (Staatsmedien berichten sowieso nicht über solche Geschehnisse und die arabischen Medien wie Alarabia und Aljazeera ignorieren solche Ereignisse).
Augenzeugen berichten, dass die bewaffneten Banden Häuser stürmen, Menschen willkürlich erschießen oder entführen und Angst und Schrecken in der Stadt (El Ginaina) sowie die benachbarte Flüchtlingslager Abuzar verbreiten. Von den Menschen wird beklagt, dass die UNIMD und internationale Beobachter fehlen.
An dieser Stelle fordern wir die Weltöffentlichkeit auf, den hilflosen Menschen vor Ort zu helfen.
Wichtig ist die Einsetzung einer Untersuchungskommission und die Überprüfung, ob die UNIMD ihre Aufgaben nachgekommen ist.
Darfur muss unter UN-Verwaltung gestellt werden.
M. Targoni

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