Im Sudan eskaliert die Lage

Im Sudan eskaliert die Lage

New York – Vor dem Referendum über die Unabhängigkeit des Südsudans im Januar 2011 bemüht sich die Völkergemeinschaft um Krisenprävention. In der Volksabstimmung geht es um die Frage, ob sich der Süden mit überwiegend christlicher und animistischer Bevölkerung vom muslimisch dominierten Norden loslösen soll. Die Abstimmung ist Teil einer unter internationaler Vermittlung erzielten Vereinbarung von 2005, die 21 Jahre Bürgerkrieg beendete. Dem Konflikt fielen rund zwei Millionen Menschen zum Opfer.

Neben den andauernden Spannungen zwischen Nord- und Südsudan ist auch die Lage in Darfur schwierig. Es kommt dort nach wie vor sporadisch zu Kämpfen der sudanesischen Streitkräfte und regierungsnahen Milizen gegen Rebellengruppen. In Darfur konkurrieren sesshafte afrikanische Stämme traditionell mit arabischstämmigen Nomaden um Weideland und Wasser. Die Lage eskalierte 2003. Seitdem kamen bei Kämpfen in der Region rund 300.000 Menschen ums Leben. Schwerste Gräueltaten an der Zivilbevölkerung beging dabei die arabischstämmige Dschandschawid-Miliz, die mit der Regierung in Khartum verbündet sein sollen.

Der Sudan gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Bürgerkriege und Dürreperioden führten immer wieder zu extremer Hungersnot. Gleichzeitig gibt es in dem größten Flächenland Afrikas reiche Bodenschätze, darunter Öl, Erze und Edelmetalle, insbesondere Gold. Knapp 50 deutsche Soldaten und Polizisten beteiligen sich derzeit an internationalen Friedensmissionen im Sudan.

Source: http://www.net-tribune.de/nt/node/28779/news/Im-Sudan-eskaliert-die-Lage

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